Donnerstag, 8. Juli 2010

Vorsicht vor Sonnenallergie

Plötzliche starke Sonneneinstrahlung in Verbindung mit Kosmetikprodukten wie Parfum oder Sonnencreme kann zu starkem Juckreiz, Pusteln, Bläschen, Quaddeln und Rötung führen. Der Volksmund spricht hier von einer Sonnenallergie. Dahinter verbergen sich unterschiedliche Krankheitsbilder, die die Mediziner in Polymorphe Lichtdermatose, Mallorca Akne, Photoallergische Reaktion oder den bekannten Sonnenbrand einteilen.


Der Klimawandel beschert uns seit Tagen Werte zwischen 25 und 35 Grad mit wenig Niederschlägen. Diese massive Sonneneinstrahlung macht der Haut von Millionen Deutschen schwer zu schaffen. Hinzu kommt, das die Schulferien begonnen haben. Wer nun erstmals im Jahr ins Freibad oder im Urlaub an den Pool eilt, überfordert schlicht und einfach seine Haut. Ein Sonnenbrand ist da vorprogrammiert. Hinzu kommen die Erscheinungen der Sonnenallergie, sobald die Haut mit den falschen Sonnencremes eingerieben wurde. Hier kann es zu einer Wechselwirkung zwischen UV-Licht und Kosmetikprodukt kommen. Die Sonnenallergie gehört somit in die Familie der Kontaktallergien.

Was hilft
Vor der Sonnen intensiven Zeit den Körper mit Calcium (Milchprodukte, Bananen) und Vitamin A (Möhren, Mangos, Tomaten) vorbereiten. Bei sehr empfindlicher Haut den Hautarzt im Vorfeld konsultieren und eine medizinisch begleitete Lichttherapie starten. Eigenmächtig ins Solarium gehen ist hier der falsche Weg.

Direkte Sonneneinstrahlung meiden. In die Sonne nur in leichter, langer Sommerbekleidung gehen. Dazu einen möglichst hohen Lichtschutzfaktor verwenden. Dabei darauf achten, ihn rechtzeitig aufzutragen (mindestens 30 Minuten vor Sonnenkontakt) und die Schutzzeit nicht zu überziehen. Außerdem darauf achten, das fettfreie Sonnengels das Risiko auf Sonnenallergie mindern im Vergleich zu fetthaltigen Sonnencremes.

Sonnte es doch zu den unschönen und schmerzenden Hautveränderungen gekommen sein, dann Haut täglich abwaschen und trocken tupfen. Weitere Sonneneinstrahlung vermeiden. Mit kalten Umschlägen den Juckreiz mindern. Sollte das alles nicht helfen, den Hautarzt konsultieren. Er kann kortisonhaltige Creme verschreiben und für den nächsten Aufenthalt in der Sonne mit ihnen Strategien entwickeln.

Also dann, schönen Sonnen-Sommer.

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